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Bowie, DavidDavid Bowie ist sehr wandlungsfähig und schlüpft in viele Rollen. Unter anderem die des alternden Rockstars. Nach mehreren erfolglosen Veröffentlichungen gelang ihm 1969 mit der LP "Space Oddity" sein erster TOP 10 Erfolg in den amerikanischen Charts. Seither schafft es Bowie immer wieder mit spektakulären Auftritten Aufmerksamkeit zu erregen. Die frühen Jahre seines Erfolges sind immer wieder von Drogenexzessen und Heroinkonsum geprägt. Zunehmend verwischen seine Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Um vom Heroin loszukommen verbringt Bowie ende der 70er einige Jahre in der Anonymität der Großstadt Berlin. Dort entsteht auch das Album „Heroes“, in dem er seine Drogenproblematik verarbeitet und welches zu den Besten Alben zählt die Bowie je veröffentlichte. Der Titelsong dieses Albums schaffte es zum Soundtrack von "Christiane F. - Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo". In den 80er Jahren behaupten die Kritiker, Bowie sei ausgebrannt und auf dem absteigenden Ast. Jedoch hat er zu dieser Zeit mit Titeln wie "Let's Dance" und "China Girl" seine größten kommerziellen Erfolge. Im weiteren Verlauf distanziert sich Bowie immer mehr von der Popmusik die ihn erfolgreich gemacht hat. Sowohl in seinen Alben als auch in seinen Galerien dominieren zunehmend elitäres Kunstwollen und verkapselter Ästhetizismus. Ende der 90er entdeckt Bowie das Medium Internet für sich, das sich für das Spiel mit virtuellen Identitäten gerade zu anbietet. Im Herbst 1999 wird sein Album „hours...“ zuerst im Netz veröffentlicht, bevor es dann auch in den regulären Handel kam. Ende 2001 teilte Bowie seiner bisherigen Plattenfirma Virgin mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern möchte. Alle zukünftigen Aufnahmen veröffentlichte er statt dessen auf seinem eigenen neuen Label ISO. Ein Hauptgrund dafür ist, das er sich schon zu oft über die "Wichtigtuer" in den großen Plattenfirmen geärgert habe. Zitat: "Oft war ich mit der grauenvoll langsamen Art, wie die Dinge erledigt wurden, nicht einverstanden. Ich träume schon lange von einer eigenen Firma". Sein Label preist er dagegen als "kleine, mobile Einheit" an. Bowie nutzt weiterhin die Möglichkeiten des Internets und veröffentlicht dort seit Jahren exklusive Songs. Im Jahr 2002 hat Bowie nur wenige Auftritte, bei denen er viele alte Hits spielt. Dann folgt die Tour anlässlich des Albums „Reality“, die jedoch aufgrund einer ernsten Herzerkrankung im Sommer 2004 abgebrochen werden musste. Die Auftritte werden auf DVD dokumentiert, seine Bühnenperformance ist beeindrucken und steht der von Mick Jagger in nichts nach. Im Februar 2006 zollt auch die US-Plattenindustrie seinem Kult-Status Respekt: Bowie erhält den Ehren-Grammy für sein Lebenswerk. Im Herbst kommt Bowie zu weiteren ungewohnten Ehren, er darf nämlich in der US-Kultserie "Spongebob" dem Charakter Lord Royal Highness seine Stimme leihen: "Ich und meine Familie sind begeistert", freut sich der Sänger auf seiner Homepage. "Damit ist dieses Jahr praktisch schon gelaufen ... oder zumindest diese Woche." Bowie schafft es sogar noch auf die Leinwand. In der Romanverfilmung „The Prestige“ tritt er neben Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine und Scarlett Johansson in einer Nebenrolle als unheimlicher Erfinder „Nikolaus Tesla auf. Noch im selben Monat in dem der Film in die Kinos kam feiert Bowie am 8. Januar 2007 seinen Sechzigsten Geburtstag. Das neue Album das Anfang diesen Jahres erscheint, ist die Filmmusik zur preisgekrönte BBC-Serie "The Buddha of Suburbia". TagsDavid Bowie Popikone WeblinksEdit |
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