Musikstern

AC/DC


Silvester 1973 eine Band namens AC / DC, die später noch Musikgeschichte schreiben soll, steht auf der Bühne vom Chequers Club im australischen Sydney. Das gespielte Programm besteht Anfangs aus Rock'n'Roll Hits von bekannten Bands wie den Beatles, den Rolling Stones und Chuck Berry. Zusätzlich spielt die Band an diesem Abend auch einige Eigenkompositionen, es hätte damals wohl niemand glauben können, das diese Band einmal zu den einflussreichsten Bands im Hardrock-Bereich zählen sollte.

Gegründet wurde AC / DC von Malcolm Young, der seine Brötchen bisher in einer Nähmaschinenfirma verdiente. Die Abkürzung AC/DC stammt aus dem englischen und steht für den Begriff Wechselstrom (Alternating Current / Direct Current). Malcolm kam mit seiner bisherigen Band Namens „The Underground Velvet“ nicht mehr zurecht und nahm seinen kleineren Bruder Angus mit in seine neue Formation AC/DC mit auf. Die heute bekannte Formation von AC/DC fand erst relativ spät zusammen, davor gab es noch die Bandmitglieder: David Evans (Gesang), Colin Burgess (Schlagzeug) und Larry Van Kriedt (Bass).

Der Name der ersten Single, die mit der oben genannten Urbesetzung aufgenommen wurde lautete "Rockin' In The Parlour"/"Can I Sit Next To You Girl”. Doch diese Single war leider ein Flopp, sie kam nie so richtig in die Gänge. Dies kann man auch vom damaligen Sänger David Evans behaupten, der kurzerhand rausgeschmissen und durch Ronald Belford 'Bon' Scott ersetzt wurde. Der Lebensstil ebenso wie die zweideutigen Texte prägen die Band AC/DC und machen aus Ronald die Legende, die er heute ist. In dieser aber noch nicht festen Besetzung geht es ab ins Tonstudio, um unter der Regie von George Young und Harry Vanda den erfolgreichen Hit "High Voltage" aufzunehmen.

Es ist purer Rock'n'Roll, was damals den Weg auf das Vinyl findet, rotzige Gitarren und druckvoller Rhythmus gepaart mit Scott´s grandioser rauchiger Stimme. Jedoch machen sich AC/DC mit ihren Texten über Party, Alkoholexzesse und Weiber im konservativen australischen Establishment keine Freunde, nicht selten haben sie mit Auftrittsverboten zu kämpfen. Die Auftritte als Junge in Schuluniform, der schon mal seinen nackten Hintern präsentierte, sowie die Bühnenperformance allgemein und die Songtexte die Väter dazu auffordern ihre jungfräulichen Töchter wegzusperren wenn sie in der Stadt sind, waren wohl nicht Teil der Vorstellung eines braven und bürgerlichen Lebens.

Die folgende Zeit verbringt AC/DC fast permanent „On The Road“. Jede noch so kleine Bude wird gerockt und der Name AC/DC immer bekannter. Support Slots für Lou Reed und Deep Purple folgen. Mit Deep Purple lieferte sich AC/DC-Clique eine handfeste Prügelei auf der Bühne und die rund 20.000 Besucher sahen jubelnd und begeistert zu.

Die Band bekommt 1975 Zuwachs von dem Bassisten Mark Evans und dem Schlagzeuger Phil Rudd, mit ihnen wird im Februar 1976 der Hit „TNT“ aufgenommen der sofort auf Platz Nummer zwei der Charts schießt. Dadurch wurden immer mehr größere Labels auf die Band aufmerksam und noch im selben Jahr unterschreiben sie einen weltweiten Vertrag mit dem Label Atlantic. Das erste in Deutschland käufliche Album von AC/DC trug den Namen "High Voltage" und war ein Gemisch aus den beiden ersten australischen Scheiben. Es folgt eine Releasetour zu dem Album "High Voltage" und AC/DC tritt das erste mal in Europa auf, witzigerweise wird der Musikstil der Band von der Presse völlig fehlinterpretiert und AC/DC wird in den Punk-Topf geworfen.

Doch diese Tatsache der Musikstilverwechslung verhindert nicht, dass sich der AC/DC-Virus über Europa und in den Staaten ausbreitet und festsetzt. Bereits mit Veröffentlichungen wie: "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" gehören AC/DC zu den bekannten Bands in der Branche. Im Jahre 1977 dann ein weiterer Mitgliederwechsel, Evans fliegt aus der Band und wird durch Cliff Williams ersetzt. Nach weiteren Charterfolgen mit Titeln wie, "Let There Be Rock" und "Powerage" folgt die erste Live-Platte: "Let There Be Rock" und "Powerage". Danach legt AC/DC erst mal eine kleinere Kreativpause ein.

Im Jahre 1979 folgt der Rundumschlag der mittlerweile sehr bekannten Rocker. In den Londoner Roundhouse Studios nehmen sie den Song "Highway To Hell" auf, der ihnen zum Durchbruch verhilft und es zum Klassiker in der AC/DC-Diskografie schafft. Es regnet Gold auf der ganzen Welt und AC/DC avancieren zu Stars, die mühelos große Hallen füllen. Die „Fünf“ lassen es richtig krachen, vor allem Bon Scott der dem Alkohol nicht abgeneigt ist. Scott stirbt 1980 in London an seinem eigenen erbrochenem, die Fans sind schockiert.

Es stellt sich die Frage ob die Band weitermachen soll oder nicht, die Antwort folgt prompt mit dem Nachfolger von Scott. Im April 1980 stellen AC/DC den Ex-Geordie-Frontmann Brian Johnson als Nachfolger vor. Nur wenige Tage später sind sie schon wieder im Studio um eine Art Tribute-Album für den verstorbenen Sänger Scott aufzunehmen. Die Scheibe wird trotz negativer Presse zum Megaseller. Brian Johnson hat lange mit dem übergroßen Schatten seines verstorbenen Vorgängers zu kämpfen, bis ihn die Fangemeinde akzeptiert.

Ab "Back In Black" sind AC/DC so etabliert, dass sie es sich auch leisten können, eine Phase mit weniger guten Alben zu überstehen. Erstmals müssen sie mit dem Rückgang von Verkaufszahlen leben, dieser trend hält an bis in die 90er Jahre. Mit dem Album "The Razor's Edge" und der Single "Thunderstruck" zünden AC/DC sozusagen den „Turbo“ und sind mit einem Schlag so angesagt wie seit den Achtzigern nicht mehr. Es folgt eine weltweite Tournee die den Namen AC/DC für immer in die Geschichtsbücher der Rockmusik einmeißeln wird. Bis zum heutigen Tage haben sie unzählige Bands beeinflusst und beglücken immer mal wieder die Arenen der Welt mit ihrer Anwesenheit.

Im Jahre 2000 wird es jedoch ruhig um die „Rocker“ von AC/DC, bis auf einige DVDs und Auftritte im Vorprogramm von den Stones im Somemr 2003 hört man nur noch wenig von den Jungs um die Gebrüder Young. Die Doppel DVD "Family Jewels" die 2005 erschienen ist, gibt einen detaillierten Rückblick auf die Bandgeschichte. Im Herbst 2007 folgte dann noch die 3er DVD Box "Plug Me In" mit Live-Auftritten, Promo-Clips, Tour-Videos, Interviews und rarem Bonus-Material.


Tags

ACDC Hard Rock

Weblinks

Die deutsche AC/DC Seite www.acdcrocks.de

Rund um AC/DC


Ergänzungen

  • 1
    2009-02-03 10:52:28
    Text
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